Premiere in Mönchengladbach: erste Exkursion des Landeshauptausschuss

Der Landeshauptausschuss hat sich am 12. August zu einer Exkursion in Mönchengladbach getroffen. Der lokale ADFC führte die Gruppe von der Radstation über das "blaue Band" zum Radschnellweg am Borussia Park bis zum Empfang beim Oberbürgermeister.

Radstation mit 666 Stellplätzen am Hauptbahnhof in Mönchengladbach.
Der Landeshauptausschuss besucht die Radstation mit 666 Stellplätzen am Hauptbahnhof in Mönchengladbach. © ADFC NRW

12.08.2023

Köln, Aachen, Bonn und Münster - das sind einige Städte in NRW, die in der jüngsten Vergangenheit im Zusammenhang mit einer guten Radverkehrsförderung genannt werden. Am vergangenen Samstag konnten Delegierte des Landeshauptausschuss des ADFC NRW (LHA) im Rahmen einer Exkursion nach Mönchengladbach erfahren, dass sich auch die größte Stadt am Niederrhein ambitioniert an der Förderung des Radverkehrs arbeitet. 

Freundlich empfangen wurde der LHA in der Radstation Mönchengladbach Hbf von Borgard, Stephan und Barabara, dem Vorstand des ADFC Mönchengladbach. Der lokale ADFC umsorgte die Delegierten mit Kaffee und Brötchen und die Radstations-Leitung führte durch die aufgeräumte Fahrrad-Garage (über 650 Stellplätze), mit viel Platz, großer Werkstatt mit Wasch- und Reperaturservice und Fahrradverleih. Die Radstation leistet außerdem tolle integrative Arbeit und ist Ausbildungsstätte.

Gestärkt ging es dann über die "Blaue Route" quer durch die Stadt. Die "Blaue Route" ist eine gut markierte Fahrradstraße entlang einer sehr schönen Allee. Die initiale Projektidee hatte vor Jahren der lokale ADFC. Inzwischen bildet die "Blaue Route" die Hauptachse zwischen den zwei Hauptbahnhöfen der Stadt: Mönchengladbach Hbf und Rheydt Hbf. 

Weiter ging es zum Borussia Park. Ganz so viele Fahrradparkplätze wie beim SC Freiburg sucht man allerdings vergebens. Dafür findet man in direkter Nachbarschaft einen Radschnellweg, der perspektivisch vom Hauptbahnhof Mönchengladbach, zum Stadion bis in die Niederlande nach Roermond führen soll.

Nächste Station war das pittoreske Rathaus. Hier wurden die Delegierten des LHA vom Oberbürgermeister Felix Heinrichs sehr freundlich emfangen. Als junges Mitglied in der AGFS hat sich Mönchengladbach auf den Weg zu mehr Fahrradfreundlichekeit gemacht. Gemeinsam wurden die kommunalen Herausforderungen der Umverteilung von Verkehrsflächen diskutiert. Das Beispiel "Geropark" zeigt auf, wie öffentlicher  Freiraum aufgewertet werden kann. 174 Pkw-Stellplätze werden in 4700 qm Grünflächen und 1200 qm Wasserflächen, umgewandelt. Das steigert nicht nur die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, sonders ist auch Stadtökologisch ein wichtiges Projekt für Klima und Umwelt.

Letztes Infrastruktur-Highlight war der noch junge geschützte Radfahrstreifen (Protected-Bike-Lane) auf der Hohenzollernstraße. Der kurze Besuch macht deutich: die Betonabtrennungen funktionieren und erlauben Radfahren mit Schutz und Komfort.

In der Geschäftstslelle des ADFC Mönchengladbach fand die Exkursion einen passenden Abschluss. Andreas K. Bittner, mitreisendes Vorstandsmitglied des ADFC NRW dankte den engagierten Aktiven aus Mönchengladbach für eine gelungene Premiere. Besonders hervorzuheben sei die Exkursionsbereitschaft im Verein. Bittner erkennt darin ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Austausch und freut sich auf weitere Netzwerk-Exkursionen.
Der nächste Exkursionstermin ist bereits am 30.09. mit der AG Mobilität & Verkehr nach Köln. 


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